Winzig klein, großes Problem
Mikroplastik gilt bei dm als zentrales Umweltthema. Um Einträge in Böden und Gewässer zu verringern, setzt das Unternehmen auf Prävention, Kreislaufwirtschaft und gezielte Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette. Ziel ist, Umweltschäden zu vermeiden und Ressourcen langfristig zu schützen.
Mikroplastik spielt bei der Verschmutzung von Wasser und Boden eine bedeutende Rolle. Gelangen kleine Kunststoffpartikel in die Umwelt, können sie Mensch und Natur langfristig schaden. Entstehen kann dies etwa durch falsch entsorgte Verpackungen – sogenanntes Littering – oder durch Reifenabrieb von Transportfahrzeugen. Beide Wege betreffen Wertschöpfungsstufen vor und nach dem Verkauf der Produkte. Ein zentraler Ansatz von dm besteht darin, Ressourcen zu schützen, Kreislaufwirtschaft zu stärken und Umweltbelastungen präventiv zu reduzieren. Solche Maßnahmen fördern nachhaltige Prozesse und stärken gleichzeitig die Position des Unternehmens als verantwortungsbewusster Händler. Zugleich lassen sich Erwartungen einer zunehmend umweltbewussten Kundschaft erfüllen, was die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens langfristig sichert.
Alle Geschäftsbereiche wurden hinsichtlich potenzieller Emissionen betrachtet. Eine erste Abschätzung zeigt: Besonders der Reifenabrieb von LKW in Logistikprozessen gilt als relevante Quelle. Die übergeordnete Zielsetzung lautet daher, Mikroplastik in Böden und Gewässern deutlich zu reduzieren. Dazu wurden vier zentrale Schwerpunkte definiert: Verlust von Kunststoffgranulat verhindern, Littering vermeiden, Mikroplastik in Rezepturen reduzieren, Einträge aus Textilwäsche senken.
Im eigenen Betrieb werden Wertstoffe sorgfältig gesammelt. Folien werden in Verteilzentren gepresst, gebündelt und direkt über geschlossene Ladebrücken verladen – ein Prozess, der Plastikaustrag verhindert. In den dm Märkten erfolgt die Sammlung von Folie und Kunststoff ebenfalls geordnet, meist im Lagerbereich. In großen Einkaufszentren besteht eine zentrale Sammlung gemeinsam mit weiteren Händlern. Zertifizierte Entsorgungsunternehmen übernehmen den Abtransport. Ergänzend kommen Aufklärungsmaßnahmen in nachgelagerten Bereichen und entlang der Logistikketten zum Einsatz.
Strategie, Ziele und Vorgehen
Im Rahmen der aktualisierten Wesentlichkeitsanalyse 2023/24 wurde Umweltverschmutzung – insbesondere durch Mikroplastik – als wesentliches Handlungsfeld eingeordnet. Darauf basierend erfolgt der Aufbau von Strategien, um Mikroplastikeinträge entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verringern.Alle Geschäftsbereiche wurden hinsichtlich potenzieller Emissionen betrachtet. Eine erste Abschätzung zeigt: Besonders der Reifenabrieb von LKW in Logistikprozessen gilt als relevante Quelle. Die übergeordnete Zielsetzung lautet daher, Mikroplastik in Böden und Gewässern deutlich zu reduzieren. Dazu wurden vier zentrale Schwerpunkte definiert: Verlust von Kunststoffgranulat verhindern, Littering vermeiden, Mikroplastik in Rezepturen reduzieren, Einträge aus Textilwäsche senken.
Verluste minimieren
In der Kunststoffverarbeitung kann es beim Be- und Entladen zu Pelletverlusten kommen. Granulate gelangen dann etwa durch Wind oder Regen in die Umwelt. Um Verluste zu reduzieren, sind Investitionen in Reinigungssysteme, Auffangeinrichtungen und Mitarbeiterschulungen erforderlich. Herstellpartner treten teilweise bereits Initiativen wie „Zero Pellet Loss“ bei. Ein Monitoring befindet sich im Aufbau und soll zukünftig verbindliche Standards definieren sowie Fortschritte messbar machen. Ziel ist eine nachvollziehbare, überprüfbare Reduktion von Verlusten entlang relevanter Prozessschritte.Littering vermeiden
Gelangen Verpackungen in die Umwelt, trägt dies zur Verschmutzung von Landschaft und Gewässern bei. Daher wird gezielt an litteringarmen Verpackungslösungen gearbeitet. Ein Beispiel bietet die dm Marke Sundance: Verschlusskappen für Sonnensprays wurden überarbeitet, sodass alle Elemente fest verbunden sind. Dadurch gelangt weniger Kunststoff unkontrolliert in die Natur – zugleich sinkt der Materialeinsatz pro Verpackung. Bewusstseinsbildung ist ebenfalls Teil des Ansatzes. Informationsmaßnahmen richten sich sowohl an Mitarbeitende als auch an Kundinnen und Kunden. Inhalte vermitteln, wie Wertstoffe korrekt getrennt und entsorgt werden können. Zusätzlich engagiert sich dm im Forum Rezyklat, das sich für höhere Rezyklatanteile, geschlossene Kreisläufe und regionales Recycling einsetzt (siehe Kapitel „Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft“).Im eigenen Betrieb werden Wertstoffe sorgfältig gesammelt. Folien werden in Verteilzentren gepresst, gebündelt und direkt über geschlossene Ladebrücken verladen – ein Prozess, der Plastikaustrag verhindert. In den dm Märkten erfolgt die Sammlung von Folie und Kunststoff ebenfalls geordnet, meist im Lagerbereich. In großen Einkaufszentren besteht eine zentrale Sammlung gemeinsam mit weiteren Händlern. Zertifizierte Entsorgungsunternehmen übernehmen den Abtransport. Ergänzend kommen Aufklärungsmaßnahmen in nachgelagerten Bereichen und entlang der Logistikketten zum Einsatz.